Meine Leitlinien
neurodiverGENTLE – ADHS im Schulalltag und im Alltag
1. ADHS ist kein Motivationsproblem
ADHS ist eine Form neurodivergenter Wahrnehmung und Verarbeitung.
Schwierigkeiten entstehen nicht aus mangelndem Willen,
sondern im Zusammenspiel von Nervensystem, Anforderungen und Umfeld.
2. Unterstützung darf entlasten
Hilfe sollte den Alltag leichter machen –
nicht komplizierter.
Meine Arbeit setzt auf realistische, nervensystemfreundliche Impulse,
die ohne zusätzlichen Mehraufwand umsetzbar sind.
3. Keine Programme. Keine Verpflichtung.
Es gibt bei mir keine festen Programme, Pakete oder Stufen.
Beratung darf punktuell sein.
Sie darf kommen und gehen.
Wenn Unterstützung gebraucht wird, kann sie genutzt werden.
Wenn nicht, dann nicht.
4. Angebote statt Vorgaben
Alle Strategien sind Einladungen, keine Anweisungen.
Auswahl ist ausdrücklich erlaubt.
Manchmal reicht eine einzige Veränderung.
5. Pädagogisch, nicht therapeutisch
Meine Arbeit ist pädagogisch ausgerichtet.
Ich biete keine Therapie, keine Diagnostik
und keine medizinische oder psychologische Beratung an.
Ich begleite, erkläre, ordne ein und entlaste.
6. Auf Augenhöhe
Ich arbeite wertschätzend, ruhig und ohne Leistungsdruck.
Niemand muss sich erklären, rechtfertigen oder „funktionieren“.
Beziehung geht vor Methode.
7. Schule und Alltag gehören zusammen
ADHS zeigt sich nicht nur im Klassenzimmer
und nicht nur zuhause.
Ich arbeite mit ADHS im Schulalltag und im Alltag –
mit derselben Haltung, angepasst an unterschiedliche Lebenskontexte.
8. Erfahrung zählt
Meine Arbeit ist geprägt von:
meiner Tätigkeit als Berufsschullehrerin
meiner eigenen Erfahrung als ADHSlerin
der Begleitung eines Kindes mit ADHS
Theorie, Praxis und Alltag werden bewusst zusammengeführt.
9. neurodiverGENTLE
Das bedeutet:
sanft statt fordernd
ehrlich statt optimierend
entlastend statt überfordernd
Unterstützung darf leise sein.
Und sie darf reichen.